„Auf an Ratsch“ mit Michael Sauer

SauerPortrait

Lieber Michael, was ist Deine Aufgabe im Löschzug?

Ich bin Zugführer im Löschzug Altstadt, bin also dafür ausgebildet, einen Zug aus mehreren Fahrzeugen im Einsatz zu führen. Außerdem bin ich der stellvertretende Leiter der Unterstützungsgruppe Örtliche Einsatzleitung (UG-ÖEL) und 1. Vorsitzender unseres Fördervereins.

Was sind Deine Aufgaben als Vorsitzender?

Als Vorsitzender des Fördervereins ist es natürlich meine Hauptaufgabe, den Verein zu führen. Zusammen mit meinen Vorstandskollegen kümmere ich mich um Veranstaltungen für unsere Mitglieder und repräsentiere den Verein nach außen, zum Beispiel bei Geburtstagsjubiläen und Festen. Wir bemühen uns um neue Mitglieder für unseren Verein und beraten in regelmäßigen Vorstandssitzungen, wie wir die Arbeit des Löschzugs unterstützen können. So haben wir zum Beispiel neulich aus Mitteln des Vereins eine Übungspuppe für den Löschzug beschafft, mit der wir Personenrettung und -suche, Erste-Hilfe-Maßnahmen oder den Krankentransport in unwegsamem Gelände auf dem Spineboard üben können.

Wie hat Corona Deine Tätigkeit als Vorsitzender beeinflusst?

Wir wurden kurz vor dem ersten Lockdown im März 2020 in unser Amt gewählt. Wir hatten viele Ideen, wie wir das Vereinsleben aktiv unterstützen können und sich der Verein nach außen präsentieren kann. Mit großem Elan wollten wir die Mitgliederwerbung intensivieren und unsere Vereinsaktivitäten erweitern. Durch den ersten Lockdown, der zum Zeitpunkt unserer Wahl schon beschlossen war, wurden wir hier in fast allen Vorhaben ausgebremst, ein Vereinsleben war kaum möglich. Insofern hat Corona unsere Tätigkeit massiv beeinflusst.

Vor der Pandemie war es kein Problem, Kontakt zu unseren Mitgliedern zu halten. So haben wir uns zum Beispiel samstags im Gerätehaus zum Kaffeetrinken getroffen. Das war natürlich auf einmal nicht mehr möglich. Wir versuchen seitdem, trotzdem Kontakt zu unseren Vereinsmitgliedern zu halten, zum Beispiel mit einem Rundschreiben, einer Grußkarte zu Weihnachten oder anderen kleinen Aktionen. Immer wieder bekommen wir Hoffnung, dass es nun endlich losgehen kann und werden wieder ausgebremst. Mitgliederwerbung ist quasi nicht möglich. Aber wir stecken den Kopf nicht in den Sand und versuchen derweil, andere Wege zu gehen, zum Beispiel über unsere Social-Media-Kanäle Facebook und Instagram und natürlich unsere Homepage.

Kommen wir zu Deiner Aufgabe als stellvertretender Leiter der Unterstützungsgruppe Örtliche Einsatzleitung (UG-ÖEL). Kannst Du kurz die Arbeit der UG-ÖEL skizzieren?

Die UG-ÖEL ist eine Einheit des Katastrophenschutzes, die seit langem technisch und personell beim LZ Altstadt angesiedelt ist. Wir sind dafür zuständig, die Infrastruktur und Kommunikation bei Großeinsätzen und Großschadenslagen aufzubauen und den Einsatzleiter oder (im Katastrophenfall) Örtlichen Einsatzleiter (ÖEL) zu unterstützen.

Wie und wann bist Du zur Feuerwehr gekommen?

Ich bin seit September 1996 beim LZ Altstadt und erst nach dem Zivildienst durch einen Kameraden, der gemeinsam mit mir im Kirchenchor gesungen hat, dazugekommen. Ich war also nicht in der Jugendfeuerwehr, sondern bin ein klassischer Quereinsteiger. Allerdings war ich auch vorher schon feuerwehrbegeistert.

Wie viele Leute sind länger im Löschzug als Du?

Lass es mich so sagen: das kann man mittlerweile gut an zwei Händen abzählen. (lacht)

Vielen Dank für das Interview. Gibt es noch ein Schlusswort?

Ich hoffe, dass wir gesund durch die Pandemie kommen und uns hoffentlich bald wieder im altgewohnten Rahmen bei Veranstaltungen begegnen können. Und natürlich möchte ich mich bei allen unseren Mitgliedern für die Unterstützung das ganze Jahr über bedanken mit einem herzlichen „Vielen Dank für’s Engagement“!

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